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Die
geistige Prägung eines jeglichen Individuums ist eine Voraussetzung
für das Verständnis der Toleranz und für das stetige Vorankommen
einer Gesellschaft.
Schulen
tragen im Wesentlichen zur Prägung der Jugend bei, und auch wenn es
dem Lehrkörper in diesen Tagen mangelnder Lernbereitschaft weniger
zu Bewusstsein steigt, hinterlässt die Schulzeit einen bleibenden
Eindruck auf den jeweiligen Schüler, der für die Grundeinstellung
dessen weiteren Lebens mitverantwortlich ist!
Hat
man Toleranz nicht schon von Kindesbeinen an, entweder durch die
Erziehung des Elternhauses oder die der Schule als grundlegend
wahrgenommen, wird es schwer bis unmöglich sein - sofern nicht
spezielle Interessen einen intensiveren Umgang mit der
Begrifflichkeit erfordern – dies im späteren Leben als wichtig
oder etwa unumstößlich in Erfahrung zu bringen.
Toleranz
ist ein weit verbreitetes, um nicht zu sagen breit getretenes,
Schlagwort unserer Generationen. Toleranz stammt vom Lateinischen -
„tolerare“, was so viel wie erdulden, ertragen heißt.
Unsereins
kennt den Begriff der Toleranz aber nicht besonders in diesem
Zusammenhang, sondern viel mehr darin, etwas zu akzeptieren, etwas
anzunehmen, genau so, wie es seinerseits nun ist. Toleranz meinte ursprünglich,
im christlichen Sinne, die glaubensbedingte Unterdrückung durch
andere im festen Vertrauen auf Gott auszuhalten, durchzustehen -
ohne dabei dem Hass Raum zu geben, was also eine Rächung gegen den
etwaigen Bedrücker bedeutet hätte.
Über
die Zeiten hinweg hat das Wort Toleranz jedoch seine Rolle und
Bedeutung verändert: Die "passive Opferrolle" - das Erdulden gegenüber
den Bedrücker - ist der "aktiven Täterrolle" gewichen, welche
ihrerseits Bedrückung praktiziert und nun zur friedvollen Akzeptanz
des Gegenübers angehalten werden muss. Fazit: Du sollst, wenn es um
Toleranz geht, nicht mehr erdulden und ertragen, sondern annehmen
und akzeptieren!
Die
Schule - vorbildliche Erzieherin oder systematische Verzieherin?
Es
ist nicht lange her, dass ich, der Autor dieser Niederschrift,
selbst „die Schulbank gedrückt“ habe, und ich erlaube mir, im
Namen all derer, die nicht die Auffassungsgabe und das Verständnis
über vorherrschende Gesellschaftsstände empfangen haben, „die
Vermittelung von Wissen“ innerhalb der Schulen, als prinzipielle
"Abfertigung" auszusprechen: Da ja ein Schüler gewöhnlicher
Lehrinstitute in unbefriedigender Weise auf zwischenmenschliche
Notwendigkeiten,
Kontroversen
und Gewissensfragen eingeschult und
vorbereitet wird, welche als Angriffspunkte der Moral, des
Verhaltens, des Umgangs mit anderen Menschen zu betrachten sind! –
Ja, dem weltoffenen Schüler werden verschiedene Abhandlungen der
Welt-Religionen und andererseits die Lehre der allgemeinen
Ethik
vorgelegt, wo der Schüler teils mit erschreckenden Persönlichkeiten
konfrontiert
wird, Persönlichkeiten, die offensichtlich selbst
Schiffbruch, was ihre geistige
Konstitution
anbelangt, erlitten
haben. Traurig ist, dass es bei der Behandlung solcher Zeitgenossen
gar nicht erst zur Debatte steht, die sich widerspiegelnde
Perversion derselben in Frage zu stellen! Die Rede ist
beispielsweise vom sexuell-frustrierten,
paranoid-ausartenden
Seelenarzt Sigmund Freud oder vom unversöhnlich-gnadenlos
artikulierenden
Philosophen Friedrich Nietzsche, dessen
Ideologie
sich Hitler in seinem Kampf zunutze machte ...
Dies
ist meines Erachtens der Fluch der
materialistisch
ausgerichteten
Zufallsprognostiker, welche die Überlegenheit des Stärkeren und
das Ausschalten des Schwächeren als Priorität des eigenen
Vorankommens in die Welt getragen haben, wo wir komischerweise
wieder beim Punkt der Toleranz wären.
Es
nützt ja nichts, das Gewächs der Intoleranz, welches die Früchte
der Ignoranz trägt, oberflächlich anzutasten. Wenn man wirklich
etwas erreichen möchte, muss man an die Wurzeln!
Toleranz
ist auf lange Sicht mit der Nächstenliebe gleichzustellen, wobei
diese zunächst bedeutet, jemand anderes anzunehmen, so wie er ist,
ferner jedoch auch zur Selbstlosigkeit, Aufopferung und zu dem
verlorengegangenen Attribut der Toleranz, nämlich das Erdulden
eines erdrückenden Umstandes, hinausläuft.
Setzen
wir die tragenden Elemente wissenschaftlicher Erkenntnisse bzw.
Theorien des gegenwärtig praktizierten Unterrichts dem längeren
Arm der Toleranz, also der Nächstenliebe, gegenüber, dann führt
dies zwangsläufig zur Kollision, da ja nach allgemeinem Verständnis
in der Geschichte des Lebens lediglich das Recht und die Macht des
Stärkeren über Sein und Nichtsein entschieden hat und bisweilen
heute noch entscheidet.
Unumstritten
bleibt jedoch, dass trotz aller Stärken der Intellektuellen gegenüber
den Proletariern, trotz aller Erhabenheit der Normalbürger gegenüber
den Asozialen, trotz aller Ausschweife der Reichen gegenüber den
Armen, der Gesunden gegenüber den Behinderten, der Deutschen gegenüber
den Ausländern, ein Miteinander Absolutheitsanspruch haben muss!
Ist
diese gewichtige Erkenntnis nun ein zufälliges Produkt eines zufälligen
Verstandes? Oder ist sie nicht vielmehr eine immaterielle
Gewissensfrage, welche eine jener
Faktoren
ist, die den Menschen vom
Tier unterscheidet?
Das
Fundament der Toleranz
Toleranz
kann in Frage gestellt werden, da sie zur persönlichen
Entscheidungsfrage
mutiert, wenn man die Existenz des Lebens als zufällige
Aneinanderkettung vieler glücklicher Zufälle ansieht – ab da
spielt es keine Rolle mehr, die zufälligen Gesetze zu befolgen, und
derentwegen eine zufällige Rücksicht gegenüber Schwächeren auszuüben,
um letztendlich ein "zufällig" erstrebenswert „erscheinendes“
Miteinander zu realisieren! –
Die
heutigen Generationen befinden sich in einer schwierigen Situation,
denn sie wissen weder Sinn, noch Zweck ihres persönlichen Daseins:
Ein Gefühl der „Planlosigkeit“, Depression und Ohnmacht
erschleicht da die Gemüter. Schönheit ist zum allgegenwärtigen
Monopol erhoben worden, Jugend wird nunmehr als zeitlos dargestellt!
Actionhelden glorifizieren ein
Statussymbol völliger
Unantastbarkeit, und wer solchen äußerlichen Ansprüchen der
modernen Zivilisation nicht (mehr) genügen kann, wird zum Außenseiter,
sich selbst überlassen und verstoßen! Die Welt klagt immer öfter
über den Verfall der Werte, den Verlust von Moral und Sittsamkeit
und in der Tat: zunehmende Brutalität und Kriminalität, Sexismus
in Form von Kinderprostitution und Frauenhandel, Gewalt, Drogen,
Alkohol – Intoleranz, Egoismus, Hass und Unversöhnlichkeit sind
alles Erscheinungsformen, die in unserem Jahrhundert in nie
dagewesener Prägnanz verzeichnet werden!
Ein
Problem aus der Welt zu schaffen, erfordert immer eine gute Portion
Entschlossenheit, und manchmal auch das Eingeständnis, Fehler
gemacht zu haben ...
Die
Wurzel des Problems des zuweilen völligen Desinteresses, der
Diskrepanz und Gleichgültigkeit, der Disziplin-, Respekt- und
Empfindungslosigkeit liegt in der weitverbreiteten
„Glaubensansicht“ einer zufälligen Evolution des Menschen –
übrigens eine Theorie, die seit Charles Darwin gehörig an Substanz
verloren hat, wie es die drei nachfolgenden Zitate autorisierter
Herkunft eindrucksvoll belegen:
-
„Wenn
man nicht aus Überzeugung oder durch wissenschaftliche
Ausbildung für die Ansicht voreingenommen ist, das Leben sei
auf der Erde [spontan] entstanden, macht diese einfache
Berechnung [die mathematische Unwahrscheinlichkeit] ein solches
Konzept unmöglich.“ (Fred Hoyle und N. C. Wickramasinghe,
Astronomen; Evolutionisten geben zu, dass die Wahrscheinlichkeit
für die Entstehung einer Zelle mit all ihren eingebauten
Komponenten bei 1 zu 1040 000 liegt, wobei jedes
Ereignis, das eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 1050
hat, von Mathematikern bereits so eingestuft wird, als träte es
nie ein!)
-
„Das
Zeugnis der Fossilien stimmt mit dem Schöpfungsbericht überein.
In den ältesten Gesteinen finden wir keine Fossilienreihen, die
allmähliche Veränderungen von den primitivsten Geschöpfen bis
zu hochentwickelten Formen erkennen lassen. Stattdessen
erscheinen in den ältesten Gesteinen entwickelte Spezies plötzlich.
Die fossilen Bindeglieder fehlen völlig.“ (Kommentar der
Zeitschrift Times; Biochemiker D. B. Gower)
-
„Charles
Darwin hat es schwer in den USA. Derzeit steht seine
Evolutionstheorie in Kansas auf dem Prüfstand ... Der Mensch
[ist] zu komplex, um allein durch die natürliche Evolution
entstanden sein zu können.“ („US-Konservative zweifeln an
Darwins Erbe“, T-Online-Nachrichten)
Schon
der amerikanische Präsident Thomas Jefferson erklärte: „Ich habe
es stets gesagt – und werde es immer wieder sagen: Ein
aufmerksames Durchforschen des Heiligen Buches macht die Menschen zu
besseren Bürgern ... Die Bibel macht die Menschen zu den besten der
Welt.“
Um
hier nun wieder auf die Toleranz zu sprechen zu kommen, welche sich
für eine funktionierende Gesellschaft notwendig erweist, ist
festzustellen, dass, solange der Mensch seiner eigenen Verantwortung
zu unterstehen glaubt, man ernstlich nicht von ihm erwarten kann,
sich
-
(vorbildlich)
für Hilfsbedürftige aufzuopfern oder sie wenigstens einer
oberflächlichen Toleranz zu würdigen, wie denn auch
-
nicht
zu erwarten ist, dass irgendwelche Respektpersonen, die
ihrerseits starken Einfluss innerhalb der großen und kleinen
Gesellschaft auszuüben imstande sind, ihre Autorität, welche
oftmals Coolness und eine alles beherrschende Unnahbarkeit
propagiert, zugunsten ihrer ohnehin unterlegenen und schwächeren
Mitmenschen einzusetzen bereit wären, sowie gleichermaßen
-
Vorurteile,
welche eine direkte Verbindung zur Intoleranz herstellen, nicht
abzustellen vermocht werden, da dies jeweils Nächstenliebe,
Aufopferung, Mitgefühl und Barmherzigkeit unumgänglich machte!
– Vorraussetzungen, welche eindeutig dem Gehalt der Lehre der
Bibel zu entnehmen sind.
Verstrickt
und verworren im Netz der Zufallsspekulation ...
Edelmut,
wertachtendes Zuvorkommen der Gentleman-Generation, Freundlichkeit
und Geradlinigkeit in Form von Rechtschaffenheit galten zu Anfang
des vorherigen Jahrhunderts noch als erhaben – heute dagegen kennt
man weder Tugend, noch weiß man Gerechtigkeit zu schätzen,
geschweige denn zu
definieren!
Heutzutage
hat sich der Trend zum absoluten Gegenteil der noch bislang
geltenden biblischen Grundsätze verkehrt: In den Schulen
beispielsweise, kann nicht mehr die Rede von einem moralischen
Gleichgewicht sein. Wegen der Willkür mancher Pädagogen wurde die
einst regulär betriebene Züchtigung aufsässiger Schüler als
ungerechtfertigte Erziehungsmaßnahme untergraben.
Die
über Generationen unangefochtene Stellung des Magistrats wurde
innerhalb kürzester Zeit derart umstrukturiert, dass sich die
durchweg antiautoritäre Einstellung der Jugend nunmehr durch
Missbilligung, Verachtung, Diskriminierung und sogar seelischer Demütigungen,
insbesondere gegenüber weniger schlagkräftiger Lehrgestalten äußert.
Das
Recht des Stärkeren ist zum allgegenwärtigen Maßstab des
menschlichen Handelns geworden!
Werte,
Regeln, Moral und Anstand stellen dieser Tage Begrifflichkeiten dar,
die sich der realen Wahrnehmung mehr und mehr entziehen. - Was sind
überhaupt „Werte“? Warum eigentlich „Moral“ und
„Anstand“ – und für wen das Ganze!?
Es
ist ja doch alles relativ und im Grunde sowieso unbedeutend! – Ist
doch sch...egal! – Hauptsache ich hab’ meinen Spaß! Sterben
muss ich sowieso irgendwann einmal, und bis dorthin möchte ich mein
Leben auf alle Fälle in vollen Zügen genießen. Und ehrlich gesagt
– der Rest!? – Was soll’s? Was interessiert’s mich – du
verstehst, was ich meine, oder!?
-
„Die
moralische Grundlage ist aus unserer Kultur verschwunden.“
(Geschichtsprofessor an der Universität Rochester; Christopher
Lasch)
-
„Künstler,
Ökonomen, Geschäftsleute und Familien haben ihren Glauben an
die zukunftsfrohen Behauptungen verloren ... Ausbrechen, Leere,
Ironie, Chaos – das sind einige der heutigen Modewörter. Sie
zeigen das verworrene Netz des Postmodernismus auf, in dem der
moderne Mensch verloren ist“ (Arjo Klamer; international geschätzter
Ökonom).
Zufall
kann keine Ordnung schaffen, Zufall vermag auch keine Gesetzmäßigkeiten
aufzustellen, die allenthalben vom Universum angefangen - Kosmos
bedeutet „harmonisch geordnetes Ganzes, als Gegensatz zu Chaos“
- bis hin zum kleinsten Atom unseren Alltag beherrschen! Zufall kann
auch nicht programmieren, weder den Instinkt der Tiere noch die
Millionen anderen Anweisungen innerhalb der DNS, dem vielgerühmten
Bauplan des Menschen, welcher sich des größten nur bekannten
Speichermediums bedient, von dem Chiphersteller bislang nur träumen
können: Auf einem Volumen von drei Milliardstel Kubikmillimetern
(3*10-19 mm) befinden sich, gekoppelt an eine
‚zugegeben erfindungsreiche Konstruktion’, nämlich der
doppelseitigen DNS-Spirale, dermaßen viele Information, dass man
nach Schätzungen einiger Mathematiker 12 000 Bücher à 160 Seiten
an gespeicherten (Bauplan-)Anweisungen herausschreiben könnte!
Zufall
erklärt nicht die vielfältige Schönheit, die uns geradezu
verschwenderisch umgibt. Zufall ist keine Antwort auf Gefühle und
kein Argument für Träume, Hoffnungen und Liebe!
Zufall
gibt allerdings der Sinnlosigkeit Raum, Zufall stärkt die
Selbstliebe, die Ignoranz und Intoleranz. Ja - Zufall lässt den
Traum von Menschlichkeit wie eine Seifenblase platzen!
-
„Das
Leben einem chemischen Unfall auf der Erde zuschreiben zu
wollen, käme dem Versuch gleich, ein bestimmtes Sandkorn an
allen Stränden auf allen Planeten im Universum zu suchen –
und es zu finden.“ (Chandra Wickramsinghe, Professor am
University College in Cardiff, England)
Wissenschaftliche
Erkenntnisse - im Spiegel der Zeit
Soll
etwa GOTT die Antwort sein und die Bibel der Schlüssel? Gibt es
wirklich „eine Macht ... die den Gestirnen ihre Bahn angewiesen
hat und dafür sorgt, dass sie sie auch einhalten.“ (Feststellung
des ehemaligen Astronauten John Glenn)?
Liegt
die Erklärung für diese unsrige „Ellenbogengesellschaft“, die nur
noch das eigene Vorankommen vor Augen hat, der buchstäblichen
Gott-losigkeit zugrunde!?
Die
Bibel gibt uns im Römerbrief 1,20-21 zu wissen: „[Gottes]
unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird
seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken
wahrgenommen, so dass [die Menschen] keine Entschuldigung haben.
Denn obschon sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott
gepriesen und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in
eitlen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde
verfinstert.“
Demgegenüber
stehen die bekennenden Eingeständnisse nicht weniger prominenter
Stimmen:
-
„Der
Himmel ist durch und durch eine Meisterleistung. Alles
funktioniert, und allen Aufgaben, die er erfüllen soll, kommt
er unfehlbar nach wie bei allem in der Natur. Ich zweifle daran,
dass sich irgend jemand eine größere Verbesserung ausdenken könnte,
als vielleicht eine Wolke gelegentlich von hier nach dort zu
verschieben.“ (The New England Journal of Medicine)
-
„Die
im Universum geltenden Naturgesetze sind so präzise, dass wir
ohne Schwierigkeit ein Raumschiff bauen können, das auf den
Mond fliegt und dessen Flugzeit wir auf den Bruchteil einer
Sekunde genau berechnen können. Diese Gesetze müssen von
jemandem festgelegt worden sein.“ (Wernher von Braun,
Raketenexperte)
-
„Die
Ordnung darin [im Universum] überraschte uns. Unsere Kosmologen
und Physiker stoßen fortwährend auf neue, erstaunliche Aspekte
der Ordnung ... Wir betrachteten es stets als ein Geheimnis und
erlauben uns immer noch, vom Universum als von einem Wunder zu
sprechen.“ (Discover)
„Die
Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündet
seiner Hände Werk. [...] Ich bin derselbe! Ich bin der Erste, und
ich bin auch der Letzte! Ja, meine Hand hat die Erde gegründet und
meine Rechte die Himmel ausgespannt. Sobald ich ihnen rief, standen
sie allzumal da.“ (Psalm 19,1; Jesaja 48,12-13)
Fehlverhalten,
Bosheit, Sittenwidrigkeiten und verbrecherische
Delikte
sind nicht
nur nahe Verwandte und Geschwister der Intoleranz – sie alle haben
auch ein und dieselbe Mutter, die den zuweilen immer mehr in
Vergessenheit geratenden Namen „Sünde“ oder „Schuld“ trägt.
„Wir
haben jetzt Therapeuten ... ich spreche von solchen, die nur den
Alarm abschalten. Die sagen, du hast einen Schuldkomplex, ich heile
den schon und sie reden so lange, bis du das Schuldgefühl nicht
mehr hast. Doch die Schuld hast du noch. Aber für den modernen
Menschen gibt es doch keine Schuld mehr. ... Schuld setzt voraus,
dass es jemanden gibt, der dich verantwortlich stellt, der dich zur
Verantwortung ruft und der dir sagt, es stimmt etwas nicht mit dir,
komm hierher und lege Verantwortung ab, über das was du bist und über
das was du getan hast. Das ist Schuld. Heute gibt es nur noch
Schuldgefühl.“ (zitiert aus: „Der Mythos Wissenschaft“ von Prof.
Dr. Dr. Willem J. Ouweneel).
„Wenn
wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst,
und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen,
so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns
reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, dass wir nicht
gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist
nicht in uns“ (1.Johannes 1,8-10).
Die
Gesellschaft bewegt sich ihrerseits fernab von jedweder biblischen
Erkenntnis. So lässt es nicht verwundern, dass auch die berühmte
Goldene Regel, die sich ihrerseits auf die Worte Jesu, des „Sohnes
Gottes“, stützt: „Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun
sollen, tut auch ihr ihnen gleicherweise.“ (Lukas 6,31), dieser
Zeit als „veraltet“ angesehen und dementsprechend ignoriert
wird. Heutzutage würde wohl niemand sprichwörtlich „die linke
Wange hinhalten“, schlüge man ihm auf die rechte - stattdessen
hat sich das Gebot
etabliert: „Wer dir Böses tut, dem vergelte du
doppelt und dreifach!“ - Intrigen werden da gesponnen, das Lästern
und Mobbing gegenüber Schwächeren erreicht seinen Höhepunkt in
Schulen und in der Arbeit.
Wer
"Smalltalks" am besten beherrscht, wer sich cool und ‚in’ zu
äußern vermag, zu dem sieht die Welt hinauf, ganz gleich, ob es
sich nun um ein Charakterschwein oder Menschenschlächter, im Sinne
von Worten, handelt!
Das
Gewissen des Menschen gilt längst nicht mehr als ‚unüberwindbares
Phänomen’ - mundtot hat man es gemacht, sowie
der
„Draht zum
Schöpfer“ unterbrochen wurde.
Äußerlichkeiten
triumphieren über das Edle eines Charakters und körperliche Stärke
über die geistige Willenskraft!
Wie
viele Teenager verbringen ihre Freizeit mit grausamen
Computerspielen, in denen Gewinner ist, der am meisten Menschen -
Feinde, Gegner - durch brutale Waffen niedergemetzelt hat? -
Discotheken züchten die Jugendlichen indes zu einer Spaßgeneration
heran, die nur noch darauf aus ist, ihre Gelüste zu befriedigen - ganz nach dem heillosen Prinzip: „Sex, Drugs & Rock’n
Roll“! - Alles, was Spaß macht, ist erlaubt, und da schreckt man
letzten Endes auch nicht vor Abtreibungen zurück, welche inzwischen
routinemäßig vorgenommen werden!
„Der
Zustand, in dem sich Regierung, Religion, Moral, gesellschaftlicher
Verkehr, Sprache, Kunst und die letzte Grundlage des zivilisierten
Lebens, die allgemeine Hoffnung, befinden, gestattet uns, zumindest
einen vorsichtigen Schluss über die Bedeutung der gegenwärtigen
Epoche zu ziehen ... Die heutige Lebensanschauung steht in krassem
Gegensatz zu der, die man vor einem Jahrhundert hatte ... Die Gier
nach absoluter Freiheit ist bösartig ... Wenn das noch nicht der
Zusammenbruch ist, dann ist es unleugbar der Zerfall.“
(Geschichtswerk: „The Columbia History of the World“).
Die
gegenwärtige Zeit vermag man überdies kaum treffender zu
formulieren, als sie die Bibel insbesondere „den letzten Tagen“
wie folgt zugeschrieben hat:
„Dieses
aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten da sein werden;
denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch,
hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, heillos,
ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam,
grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, verwegen, aufgeblasen,
mehr das Vergnügen liebend als Gott, die eine Form der
Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen; und von
diesen wende dich weg.“ (2.Timotheus 3,1-5)
Trotz
der vielen Debatten gescheitert?
Natürlich
kann man als weltverbessernder
Pazifist
und
Idealist
den Menschen
immer wieder ins Gewissen rufen: „Ihr müsst tolerant sein, um ein
friedliches Miteinander zu gewährleisten. Ihr müsst Rücksicht und
Achtung voreinander haben! - Das sind die Grundpfeiler einer glücklichen
und funktionierenden Gesellschaft!“
Aber
welchen Anreiz gibt es schon, ein tieferes, ein fortwährendes
Toleranzverständnis zu entwickeln, das doch unweigerlich mit einem
Abbruch, einer Änderung oder Einschränkung der eigenen
Lebenseinstellung und -gewohnheiten einherzugehen hat!?
Hasse
ich meinen Gegenüber, weil er so hässlich, blöd oder ein Ausländer
ist, warum sollte ich wegen irgendeinem idealistischen Appell damit
aufhören?
Warum
sollte ich mich mit meinen Freundinnen nicht mehr im Lästern
ereifern, wenn ich mir doch damit die Langeweile vertreiben kann?
– Außerdem ist die jawohl wirklich fett, oder nicht!?
Warum
sollte ich mich gegenüber irgendwelchen Idioten und „Spackos“
sozial oder rücksichtsvoll betragen, wenn mich deren tölpelhafte
Anwesenheit ganz einfach nervt?
Was
wollen mir überhaupt irgendwelche Politiker und Intellektuellen
verklickern, von wegen Demokratie und so? – Die machen doch eh,
was sie wollen! Und das Gelabere von einer besseren Welt und so’n
Quatsch – ich find das Leben geil, so wie es ist!!! – Ja, klar
– da sind auf der anderen Seite die Armen in der Dritten Welt –
ja, das ist schon schlimm! Aber da kann doch ich nichts dafür!
So
in etwa steht es um die aktuelle Geisteshaltung - und zwar nicht
allein im Hinblick auf die Jugend! Über Toleranz wird zwar weit und
breit diskutiert, doch sieht sich im Grunde dadurch kaum jemand
veranlasst, seine ganz persönliche Ansicht der Dinge und
Verfahrensweise wenigstens zu überdenken ...
Die
Wahrheit wiegt schwer!
Die
Menschen wollten schon immer ihre Freiheit, Eigenständigkeit und
Selbstbestimmung! Um eine Rechtfertigung für die eigene
Willensmanifestierung
zu haben, konnte man sich nicht länger als
Geschöpf Gottes verstehen, dessen glaubensbedingte Existenz wegen
manch widriger Umstände einfach nicht mehr tragbar schien.
Charles
Darwin
zum Beispiel, hatte den Tod seiner 10-jährigen Tochter Annie
weder verkraften noch begreifen können, und dahergehend seine ganze
Energie aufgewandt, um sich von seinem Gott und Schöpfer, dem er
sich anfangs durchaus verbunden fühlte, loszulösen! Darwin hat
dabei nicht wenige unzufriedene oder selbstsüchtige Mitstreiter
seiner Zeit für sich gewinnen können, und was seit
Menschengedenken niemals der Fall war, sollte den Voraussagen der
Bibel gemäß (!) eintreten, nämlich „dass in späteren Zeiten
etliche vom Glauben abfallen“ würden, „indem sie auf betrügerische
(od. verführerische) Geister und Lehren von Dämonen achten, durch
die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Geist
gebrandmarkt sind.“ (1.Timotheus 4,1-2)
Adolf
Hitler, gebrandmarkt zeit seines Lebens, teilte Darwins Anschauung
über das vermeintliche Recht des Stärkeren und wurde nicht umsonst
„unverfälschter Sozialdarwinist“ (aus dem Geschichtswerk: „Europa zwischen den
Kriegen“) genannt. Vor allem das namentliche „Volk Gottes“ –
Israel - sollte unter der menschenfeindlichen, abscheulichen
Ideologie Hitlers bzw. dessen geistigen Wegbereitern unsagbares Leid
erdulden müssen, um infolge einer planmäßig koordinierten (!)
„Endlösung der Judenfrage“ jener diabolischen Vorstellung von
arischer Prädestination zu genügen!
Jegliche
Herrschaftsform verliert unweigerlich an Stabilität und Bedeutung,
wo die Toleranz nur oberflächlich
postuliert
wird! Toleranz lässt
sich jedoch nicht zum Grundpfeiler einer Gesellschaft machen, welche
ihrerseits den Glauben vertritt, das Recht des Stärkeren sei die
Ursache aller Existenz! Das Recht des Stärkeren oder die zufällige
Evolution kann sich schließlich auf längere Sicht mit der
Menschlichkeit weder identifizieren, noch arrangieren. Denn
Menschlichkeit verliert sich im Nichts und wird zur
Fiktion, zur
Illusion irgendwelcher Utopisten, wenn man sie nicht auf dieselbe
Stufe wie die (Nächsten-)Liebe stellt: „Die Liebe ist langmütig
und gütig, die Liebe beneidet nicht, sie prahlt nicht, sie bläht
sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das
Ihre, sie lässt sich nicht erbitten, sie rechnet das Böse nicht
zu; sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich
aber mit der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft
alles, sie duldet alles.“ (1.Korinther 13,4-7)
Die
Menschen sind heutzutage nicht mehr in der Lage, sich über den
Materialismus
hinwegzusetzen. Immerhin würde das nämlich zur Folge
haben, das so sehnlichst erworbene Gut jenes ureigenen Bedürfnisses
von Freiheit, Unabhängigkeit oder Selbstbestimmung wieder auf
unsicheren, um nicht zu sagen unsichtbaren Boden stellen zu müssen,
und das ganz nach der inspirierten Äußerung: „Wo der Geist
Jahwes ist, da ist Freiheit“ (2.Korinther 3,17).
Ja,
man müsste sein eigenes Leben wiederum in die Hand des Schöpfers
legen, würde womöglich allzumal vom „schlechten Gewissen“
traktiert und müsste allenthalben bemüht sein, sich zu ändern und
zu bessern, da man letzten Endes für alles zu verantworten wäre
und auch keine Entschuldigung mehr übrig hätte.
Missstände,
wie die Armut und der Hunger, müssten sofort und ohne Umschweife
aus der Welt geschafft werden – bloß „fromme Worte“, die Änderungen
erwägen, Aufschübe, Ausreden und Lügen wären schnell durchschaut
und zwecklos! Geldbegierde hätte allzumal einen verfluchten Status
inne, dahingegen stünden Selbstlosigkeit und Aufopferung wieder an
der Tagesordnung! Alles beherrschende Gerechtigkeit würde schon den
Versuch eines Betrugs vereiteln und gewaltverherrlichende Propaganda
wäre pardonlos zu verdammen! Gutes Aussehen allein würde nicht
mehr überzeugen - Anstand, Ehre und Rechtschaffenheit hätten
wieder den früheren Stand ihrer Souveränität.
Aber
ist es das, was die Welt überhaupt möchte – kann man das noch
mit dem Willen des Volkes in Einklang bringen? – Ist nicht
vielmehr Geld die Welt, Ruhm und Ehre, Reichtum und Schönheit das
Bestreben und Begehren der allermeisten!? Ist die Vorstellung der
Toleranz nicht nur ein unzureichender Abklatsch der eigentlich
notwendigen Nächstenliebe und die angebliche Rücksicht anderer
Gegenüber – ist sie nicht nur das Mittel zum Zweck, um sich Ärger
vom Halse zu halten!?
Die
Gegenwart - Kronzeugin wider allen Protests ...
Das
tägliche Fernsehprogramm ist ein direktes Spiegelbild der Wesenheit
unserer Gesellschaft: Cool sein, Sexappeal haben, Spaß treiben bis
hin zur Narretei, Action erleben und sich der Genusssucht ergeben
– das sind nur einige derjenigen
Trendsetter, die das Niveau
unserer modernen Zeit vergegenwärtigen. Intoleranz der übelsten
Sorte, die keinerlei Funktion einer etwaigen „abschreckenden
Wirkung“ ausübt, wird oftmals verächtlich auf Kosten derer ausgeübt,
die vom gewünschten Idealbild abweichen – gemeint sind
„Fette“, „Hässliche“, „Blöde“ und dergleichen!
Besonders die aberwitzig „coolen Streifen“, welche sich die
Jugend mit Vorliebe „reinzieht“, bieten, wenn überhaupt, nur kärgliche
Vorbildsgestalten, um in etwa Grundwerte wie die Menschlichkeit
aussagekräftig „rüberzubringen“ - was überdies natürlich
voraussetzte, dass die Filmemacher selbst ein dementsprechendes
Wertegefühl erfahren hätten ...
„Das
gesamte zwanzigste Jahrhundert ist in den Strudel des Atheismus und
der Selbstzerstörung geraten. ... Jeder Versuch einen Ausweg aus
der heutigen Weltmisere zu finden, ist vergeblich, solange wir uns
nicht reumütig auf den Schöpfer von allem zurückbesinnen;
andernfalls ist kein Ausweg in Sicht, und wir werden ihn vergeblich
suchen.“ (Alexander Solschenizyn, Schriftsteller)
Es
ist allen Ernstes abzusehen, dass sich die Dinge vorerst nicht zum
Guten, zu der Liebe wenden werden, welche letztendlich über allem
triumphiert - sowohl über Feindschaft, Hass, Uneinigkeit, als auch
über Intoleranz, Bosheit, Intrigen usf. - da man die inbrünstig
umfochtene Religion, das Glaubensbekenntnis einer zufälligen
Existenz infolge einer allmählich voranschreitenden Evolution, tief
in die Köpfe und Herzen der Menschen eingraviert hat: „Entweder
glaubt man an diese Ideen, oder man wird unweigerlich als Ketzer
gebrandmarkt.“ (Hoyle und Wickramsinghe)
Die
Theorie an sich stellt den Nährboden für jegliche Form der
Intoleranz dar – sie, die Evolutionstheorie ist der Dünger,
welcher den Samen der Habsucht und Korruption, den des Egoismus, der
Ignoranz und Brutalität in geradezu monströser Weise hat gedeihen
lassen! Denn mit ihr hat man Gott endgültig den Rücken zugekehrt
und sich völlig jener teuflischen Erzlüge ergeben, die uns seit
jeher glauben machen will, ohne den Schöpfer allen Lebens besser
dazustehen!
Die
Konsequenz
wird nicht auf sich warten lassen – sie ist ja längst
daran, uns zu ereilen, sowie sich denn auch Gottes Wort als beständig
erzeigt: „Keinen Frieden, spricht der HERR, gibt es für die
Gottlosen!“ (Jesaja 48, 22)
Dem
Einzelnen sei daher noch gesagt: „Nun aber bleibt Glaube,
Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die
Liebe. [...] Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.
Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott
seinen einziggeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch
ihn leben möchten. Darin besteht die Liebe, nicht dass wir Gott
geliebt haben, sondern dass ER uns geliebt hat und seinen Sohn
gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden.“ (1.Korinther 13,13; Johannes 4,8-10)
S.
Walther
Aktuelle
Zeitanalysen & Gesellschaftsporträts
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