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Psalm
139,16-18
"Deine Augen sahen mich, als ich noch unentwickelt war, und es waren alle Tage in dein Buch
eingeschrieben, die noch werden sollten, als derselben noch keiner war. Und wie
köstlich sind mir, o Gott, deine Gedanken! Wie groß sind ihre
Summen! Wollte ich sie zählen, so würden ihrer mehr sein als der Sand. Wenn ich
erwache, so bin ich noch bei dir!" |
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Das Wunderwerk Mensch
Was sollen wir sagen? Wo man doch
Millionen Aspekte aufführen könnte - angefangen von den körpereigenen
Zellen, über den Aufbau des Skeletts, von der Schutzschicht unseres
Körpers, der Haut, bis hin zu unserem Gehirn, eine Schaltzentrale
fantastischer Bauweise, welche der Wissenschaft ewige Rätsel
aufgibt. - Das Bewusstsein innerer Abläufe und Vorgänge, der
Gedanke überhaupt zu existieren, ja, der Blick in den Spiegel sollte
eigentlich genügen ...
Nur
einmal das Herz, die Nieren und das Gehirn des Menschen sollen im
Folgenden näher vor Augen geführt werden, deren Genialität einem
schier die Sprache verschlägt!
"Ich
danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin“
"Und
Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er
ihn; und er schuf sie als einen Mann und eine Frau." (1.Mose
1,27)
Nachdem
alle Pflanzen und Tiere erschaffen waren, formte Gott eigenhändig
den ersten Menschen: „Und Gott der Herr machte den Menschen aus
Staub von der Erde, und er blies ihm den lebendigen Odem in seine
Nase. Und also wurde der Mensch eine lebendige Seele.“ (1.Mose
2,7)
Ja,
wusstest du, dass Gott den Menschen wunderbar geschaffen hat? Im
Psalm 139 bekennt der Psalmist: „Ich danke dir, dass ich wunderbar
gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das
wohl.“
Das
Herz – die leistungsstärkste Pumpe, die jemals erfunden wurde!
Wusstest
du, dass das menschliche Herz 100 000mal an einem Tag schlägt und
2,5milliardenmal in 70 Jahren? Dabei hätte es einen Wolkenkratzer
mit Blut gefüllt. In einem dicht verzweigten Netz von 130 000 km
Arterien, Venen und Kapillaren (Haargefäße) werden alle
Teile des Körpers mit Blut versorgt. Hier ist die wartungsfreie
Pumpe erfunden, die im allgemeinen ohne Ersatzteile ein Leben lang
arbeitet. Das Herz ist die zentrale Umwälzpumpe der Blutbewegung.
Die unterschiedlichen Anforderungen des Kreislaufs an die Tätigkeit
des Herzens bei wechselnden Belastungen setzen eine erhebliche
Anpassungsfähigkeit voraus. So kann beispielsweise das von einer
Herzkammer pro Minute geförderte Blutvolumen (= Herzzeitvolumen) von
5 Liter auf nahezu 30 Liter bei schwerer Muskelarbeit ansteigen.
Die
Leistung technischer Kraftmaschinen wird als Leistungsgewicht (=
Gewicht pro Leistungseinheit) bezeichnet. Mathematisch formuliert,
hat unser 0,3 kg schweres Herz ein Leistungsgewicht von 300g/(1W) =>
300kg/kW. Dagegen liegt das bezeichnende
Leistungsgewicht technischer Motoren erheblich unter dem des
menschlichen Herzens:
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Elektromotor
(1 500/min; 1kw) |
15,0
kg/kW |
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Dieselmotor
(große Schiffe) |
60,0
kg/kW |
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Dieselmotor
(LKW) |
6,0
kg/kW |
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Ottomotor
(PKW) |
1,6
kg/kW |
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Leichtbau-Ottomotor
(Flugzeit) |
0,6
kg/kW |
Bei
körperlicher Arbeit kann die Herzleistung jedoch erheblich
ansteigen, wobei sich das Leistungsgewicht des Herzens dem von
technischen Pumpen annähert!
Das Herz umfasst zwei voneinander getrennte muskulöse Hohlorgane,
die rechte (venöse) und die linke (arterielle) Herzhälfte. Die
Bezeichnung venös besagt, dass von dieser Herzhälfte immer nur
sauerstoffarmes Blut gefördert wird. Die andere Hälfte kommt
dagegen nur mit sauerstoffreichem, arteriellen Blut in Kontakt. Das
rechte Herz nimmt das venöse Blut aus dem gesamten Körper auf und
führt es der Lunge zu. Hier wird es wieder mit Sauerstoff
angereichert (arterialisiert) und gelangt nun zurück in das linke
Herz. Von hier aus wird das Blut auf die verschiedenen Organe
verteilt.
Das
Herz ist das zentrale Organ des Blutkreislaufes, von dessen regelmäßigem
Schlag das Leben abhängt.
Es
ist somit Träger des Lebens schlechthin und steht repräsentativ für
alle lebensnotwendigen Organe.
In
der biblischen Bildersprache wird das Herz symbolisch als Wesen und
Kern der menschlichen Person angesehen. So werden
Niedergeschlagenheit (Psalm 34,19), Traurigkeit (Johannes 16,6),
Schrecken (Johannes 14,1), Trübsal und Angst (2.Korinther 2,4),
aber auch Freude (Johannes 16,22) dem Herzen als
geistlich-seelisches Zentrum des Lebens zugeordnet. Im Herzen plant
der Mensch (Sprüche 16,9), dort hat die Entschlossenheit ihre
Wurzel (Nehemia 3,38), und im Herzen haben andere Menschen ihren
Platz (2.Korinther 7,3). Weisheit und Treue, aber auch Torheit
wohnen im Herzen (1.Könige 3,12; Psalm 14,1; Sprüche 22,15);
ebenso haben persönliche Zuneigung (1.Samuel 18,1) und Hass
(3.Mose 19,17) hier ihren Sitz, und die Entscheidungen über
Ungehorsam und Gehorsam (Apostelgeschichte 7,39) werden dem Herzen
als symbolische Stätte der Empfindungen zugeordnet.
Wie
der Arzt ein Elektrokardiogramm (EKG) anfertigt, um die Funktion des
Herzens zu beurteilen, so erstellt Gott ein geistliches EKG. Er führt
die Tauglichkeitsprüfung des Herzens durch: „Wie das Feuer Silber
und der Ofen Gold, also prüft der Herr die Herzen“ (Sprüche 17,3). Nur einer kennt uns wirklich, darum betet der Psalmist:
„Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz, prüfe mich und
erfahre, wie ich’s meine“ (Psalm 139,23).
Die roten Blutkörperchen –
hochspezialisierte Transportschiffchen!
Wusstest du, dass wir Menschen in
jedem Bluttropfen 250 Millionen rote Blutkörperchen besitzen?
In
seiner Lebenszeit (ca. 100 Tage) erfüllt das rote Blutkörperchen
(=Erythrozyt; griech. Erythrós = rot; kytos = Höhlung, Wölbung),
was in der Tat mit einem hochspezialisierten Transportschiffchen zu
vergleichen ist, eine äußerst wichtige Aufgabe: 175 000mal wird
Sauerstoff und Kohlendioxid auf- bzw. abgeladen. Die roten Blutkörperchen
haben eine Größe von nur knapp einem tausendstel Millimeter. Würde
man alle 25 Billionen roten Blutkörperchen, die wir in den etwa 5
Litern Blut haben, nebeneinander legen, so wäre damit (beim Mann)
eine Fläche von 1 100 Quadratmetern bedeckt. Das ist eine Fläche,
die etwa einem Sechstel eines Fußballfeldes entspricht.
Die roten Blutkörperchen des Menschen
sind flache, runde, in der Mitte eingedellte kernlose Scheibchen,
deren Durchmesser bei einem mittleren Wert von 7,5 µm (0,0075 mm)
liegen.
Die charakteristische Form der roten
Blutkörperchen ist deswegen so ausgeführt, damit für die
Diffusion (Aufnahme) des Blutes eine große Oberfläche zustande
kommt. Diese eigentümliche Form ist auch noch für einen anderen
Zweck optimal. Die roten Blutkörperchen lassen sich in engen und
gekrümmten Kapillarabschnitten (Kapillaren = Haargefäße) leicht
verformen. Sie können sogar in solche Gefäße eintreten, deren
Weite kleiner ist als der mittlere Durchmesser der roten Blutkörperchen.
Bemerkenswert
ist auch die Neubildung der roten Blutkörperchen: Von den 25
Billionen werden rund 0,8 % in 24 Stunden erneuert. Das bedeutet
eine Neubildungsrate von 140 Millionen in jeder Minute!
Welche
Maschine dieser Welt, die im Nanobereich (fürs Auge nicht mehr
sichtbar!) arbeitet, könnte jemals solch eine Produktion von
hochspezialisierten Minitransportschiffchen vornehmen - mit allerlei
Bestandteilen und vielfältigen Funktionsmöglichkeiten ausgerüstet
- wie das beispielsweise im Falle der roten Blutkörperchen
vonstatten geht!?
Die menschlichen Nieren –
Millionen eingebaute Filterapparaturen!
Wusstest du, dass die menschliche
Niere mit ihren 120-160g Gewicht eine komplexe
physikalisch-chemische Fabrik darstellt, die für die Reinigung des
Blutes unentbehrlich ist?
Die
beiden Nieren liegen in der Lendengegend beiderseits der Wirbelsäule.
Sie regeln den Wasserhaushalt und den Salzgehalt des Blutes und
scheiden die Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels (Harnstoff und
Harnsäure) sowie Giftstoffe aus. Zu diesem Zweck findet eine
besonders reichliche Durchblutung der Nieren statt. Pro Minute strömen
etwa 0,75 bis 1,2 Liter Blut – das ist das 3,5fache des
Eigengewichtes – sehr viel mehr wie beim Gehirn, der Leber oder
den Herzmuskeln!
Über zwei Millionen Nierenkörperchen
(Glomeruli) und zwei Millionen Nierenschleifen mit einer Gesamtlänge
von fast 100 Kilometern tragen zu einem ausgeklügelten
physikalischen Filterprozess bei (molekulare Siebung). Der tägliche
Blutdurchfluss beträgt 1
500 Liter; das ist das 300fache der
Gesamtblutmenge des Menschen.
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"Wer
hat Weisheit in die Nieren gelegt, oder wer hat dem Herzen Verstand
verliehen?"
Gottes
Worte an Hiob, 38,36 |
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In den Nierenkörperchen werden täglich
150 Liter Ultrafiltrat (Primärharn, Urharn oder Vorharn)
"ausgeschieden". Diese Menge ist nötig, um die harnfähigen Stoffe
durch die Kapillarwände hindurchzubringen. Würde diese riesige
Menge (etwa 18 Eimer!) über den Tag verteilt direkt ausgeschieden,
so wäre der Wasserverlust gravierend. So hat sich der Schöpfer ein
raffiniertes Prinzip ausgedacht: Auf dem weiteren Weg durch die
Nierenkanälchen werden Wasser, Zucker und NaCl (Natriumchlorid) zurückgewonnen
und wieder dem Blut zugeführt. Die Rückgewinnung liegt bei einem
Verhältnis von etwa 100:1, so dass nur 1 bis 1,6 Liter Harn abgeführt
werden müssen.

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Auf
der Schnittfläche der Niere erkennt man eine äußere körnige
Rindenschicht und eine strahlig gestreifte innere Markschicht.
Das
sogenannte Nephron stellt die kleinste Arbeitseinheit der
Nierenrinde dar. Es besteht aus dem Nierenkörperchen (Glomerulus)
mit der zu- und abführenden Blutleitung (Arteriolen), dem Nierenkanälchen
sowie dem Sammelrohr.
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Die
Nierenkörperchen haben von der äußeren Gestalt her eine körnerartige
Struktur. Sie stellen aber eine äußerst ideenreiche
verfahrenstechnische Apparatur dar.
Die
ankommende Blutleitung (20-50µm Durchmesser = 0,02-0,05mm) fächert
sich in ein Knäuel feinster Blutgefäße auf, die einen Durchmesser
von nur 7µm = 0,007 mm haben. Alle diese feinen Äderchen (ca. 30
Schlingen) bündeln sich dann wieder zu einer einzigen abgehenden
Blutleitung. Dieses System allein ist schon herstellungstechnisch
ein Wunderwerk für sich!
Das Knäuel der aufgefächerten Blutgefäße wird von einem
doppelwandigen Becher umschlossen (Bowman-Kapsel). Diese Kapsel hat
einen Durchmesser von nur etwa 0,17 mm. Die Stelle der Kapsel, wo
die zu- und abführenden Arterien einmünden, heißt Gefäßpol. Aus
dem Innern der Kapsel gibt es nur eine abführende Leitung; diese
Stelle heißt Harnpol.
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Die Wand der Kapillarschlingen verhält sich
wie ein Filter mit äußerst feinen Poren. Die Porengröße ist
gerade so bemessen, dass Wasser und kleinmolekulare Stoffe durch die
Wand dieser feinen Blutgefäße in den Kapselraum gepresst werden, während
die Blutkörperchen und die großen Eiweißmoleküle nicht
durchtreten können.
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Durch
diese geniale Konstruktion der Ultrafiltration entstehen in 24
Stunden aus 1
500 Litern Blut, welche die Niere durchströmen, etwa
150 Liter Ultrafiltrat (Primärurin oder Vorharn), d.h. das Blut
verliert insgesamt etwa 10 Prozent der Flüssigkeit. Im Anschluss an
den Kapselausgang (Harnpol) befinden sich die Nierenkanälchen (Tubuli
renales). In diesem Bereich findet die Wiederaufnahme (Rückresorption,
Rückdiffusion) von Wasser, Traubenzucker und anderen Stoffen aus
dem Primärharn statt, um sie wieder dem Blut zurückzuführen. Der
von der Kapsel ausgehende Schlauch besteht aus einem gewundenen und
einem sich anschließenden geraden Hauptstückteil, dem sich dann
die dünne Henlesche Schleife anschließt.
Die
geht in den geraden Teil und dann in den gewundenen Teil des
Zwischenstückes über. Schließlich mündet die Leitung in eine
Sammelröhre ein. Die Sammelröhren enden bündelweise an Ausstülpungen
der Markschicht (Nierenpapillen), die in kelchartige Erweiterungen
des Nierenbeckens (Nierenkelche) eingefügt sind. Hier ergießen
sie den Harn in das Nierenbecken und von dort weiter über den
Harnleiter in die Harnblase.
In
der Bibel spielen die Organe Herz und Niere eine besondere Rolle.
Oft werden beide gleichzeitig genannt (z.B. Psalm 7,10; Jeremia
11,20; Offenbarung 2,23). Gott prüft den Menschen auf Herz und
Nieren. „Ich, der Herr, kann das Herz ergründen und die Nieren
prüfen und gebe einem jeglichen nach seinem Tun, nach den Früchten
seiner Werke.“ (Jeremia 17,10) In der Bildersprache der Bibel
sind die Nieren Sitz und Zentrum des Lebens. Sie werden darum bei
der Schöpfertätigkeit Gottes hervorhebend erwähnt: „Denn du
hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.“
(Psalm 139,13). Die Nieren sind weiterhin ein Symbol des Schmerzes
der Seele: „Da es mir wehe tat im Herzen und mich stach in
meinen Nieren“ (Psalm 73,21).
Die
Nieren haben wir vom medizinischen Standpunkt als notwendiges
Reinigungsorgan des Körpers erkannt. So wird es verständlich,
warum die Bibel in Analogie (Gleichheit) dazu die Nieren auch als
Symbol für die Reinigung des inwendigen Menschen von Schlacke und Sünde
ansieht. So stellt Gott uns die Frage, ob unsere „geistlichen
Nieren“ einwandfrei arbeiten: Ist alle Sünde bereinigt und
vergeben? Wie sieht es mit den Schadstoffen unserer Seele aus? Gott
stellt uns auf seinen Prüfstand: „Aber du, Herr Zebaoth, du
gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prüfst ...“ (Jeremia
11,20)
Der
ständige Umgang mit dem Wort Gottes wirkt auf unser Leben wie
reinigende Nieren. Jesus sagt darum seinen Jüngern: „Ihr seid
schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.“ (Johannes
15,3) Die vergebende Kraft des Blutes Jesu ist die Grundlage der
Reinigung; im Wort Gottes ist sie der Gemeinde verheißen: „...
dass er (=Jesus Christus) sie (=die Gemeinde) heiligte, und hat sie
gereinigt durch das Wasserbad im Wort... “ (Epheser 5,26)
Ohne
Niere stirbt der Mensch. Hat jemand keine Vergebung der Sünden, so
dass alle Schlacken des Lebens noch nicht abgeführt sind, so ist
der Mensch den geistlichen Tod gestorben. Ohne geistliche Nieren
kann niemand lebendig sein, darum sagt Jesus: „Lass die
(geistlich) Toten ihre (leiblich) Toten begraben“ (Matthäus 8,22)
Das Gehirn des Menschen – ein rätselhaftes
Gebilde kompliziertester Nervenverschaltungen!
Wusstest
du, dass das 1,5 Kilogramm schwere menschliche Gehirn die
komplizierteste materielle Struktur des Universums darstellt?
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Eine
ungestörte Hirntätigkeit ist nur bei steter Blutversorgung
gewährleistet; dazu dienen Tausende sich aufzweigende
Schlagadern. Wird die Sauerstoffzufuhr nur für einige
Minuten unterbrochen, sterben die Hirnzellen ab und sind
nicht mehr zu ersetzen. Ein geschlossener Schlagaderring an
der Hirnunterseite (rechts) kann als „Pannensicherung“
angesehen werden; von ihm zweigen die Schlagadern zu den
Hirnlappen ab. Bei Verschluss an einer Stelle vermag der
Ring die Blutströmung umzuleiten und so das bedrohte
Hirngebiet weiterzuversorgen. Ein Netz von Venen nimmt die
vielen, von den zahlreichen Hirnzellen produzierten
Schlacken mit dem Venenblut auf und leitet sie in starre
Sammelgefäße, Hirnblutleiter, an der Gehirnoberfläche
(oben), die das Blut wieder aus dem Schädelinneren
abtransportieren. |
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"Aber man denkt nicht: Wo ist Gott, mein Schöpfer
..., der uns mehr Belehrung zuteil werden ließ als den Tieren des Feldes und uns mehr Verstand gegeben hat als den Vögeln unter dem Himmel?"
Elihu,
Hiob 35,10-11 |
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Wusstest
du, dass sich in unserer Großhirnrinde 12 Milliarden Schaltelemente
befinden, die sogenannten Neuronen? Diese sind untereinander mit
Tausenden von synaptischen Verknüpfungen verbunden. So kommt man
leicht auf 100 000 Milliarden(1014 = 100 000 000 000 000)
Synapsen.
Niemand
kennt die Verschaltung des Gehirns. Würde man sie kennen, so
bräuchte man schon wegen der Anzahl der verknüpften Bauelemente für
die Darstellung des Schaltplanes mehrere Quadratkilometer eng
beschriebenen Papiers. 1km² sind eine Million m².
Komplizierte ingenieurmäßige Konstruktionen werden auf DIN
A0-Zeichnungen dargestellt (1m²).
Die
Länge der Nervenfasern im Großhirn ergäbe aneinandergereiht eine
Strecke von sage und schreibe 500 000 km. Hinzu kommen noch einmal
480 000 km Nervenfasern außerhalb des Gehirns; das ist etwa die
Entfernung des Mondes von der Erde.
Die
gespeicherte Erbinformation – tausende Bücher auf engstem Raum!
Wusstest du, dass das Genom des
Menschen (die Erbsubstanz) 3 Milliarden genetische Buchstaben enthält?
Würde man diese mit der Schreibmaschine in eine einzige Zeile
schreiben, so würde diese Buchstabenkette vom Nordpol bis zum Äquator
reichen.
Würde
eine gute Sekretärin mit 300 Anschlägen pro Minute an 220
Arbeitstagen pro Jahr bei einem Achtstundentag ununterbrochen daran
schreiben, so würde ihr gesamtes Berufsleben nicht ausreichen, um
diese Buchstabenmenge auch nur zu tippen! Sie wäre nämlich 95
Jahre damit beschäftigt!
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Das
verwendete Speichermedium in Form der doppelspiraligen DNS-Moleküle
benötigt nur das extrem kleine Volumen von drei milliardstel
Kubikmillimetern (3*10–9 = 0,000 000 003 mm). Hier wurde
eine so immense Speicherdichte realisiert, von der die modernsten
Computer noch um Zehnerpotenzen entfernt sind. Von der
Speicherdichte dieses Materials wollen wir uns einmal einen
anschaulichen Eindruck verschaffen: Stellen wir uns vor, wir nehmen
das Material eines Stecknadelkopfes von 2 mm Durchmesser und ziehen
daraus einen Draht, der denselben Durchmesser haben soll wie das
DNS-Molekül. Wie lange würde dieser Draht wohl sein? Nun, er würde
sage und schreibe 33mal um den Äquator reichen!
Ein
wissenschaftlicher Programmierer kann im Mittel etwa 40 Zeichen
Programmcode pro Tag entwerfen, wenn man die Zeit von der Konzeption
bis zur Systempflege miteinbezieht. Geht man nur einmal von der
Menge der Zeichen im Genom des Menschen aus, so wäre für diese
Programmieraufgabe ein Herr von über 8 000 Programmierern
erforderlich, das sein gesamtes Berufsleben nur an diesem Projekt
arbeitete. Kein menschlicher Programmierer aber weiß, wie dieses
Programm zu gestalten ist, das auf einem gestreckten DNS-Faden von
nur einem einzigen Meter Platz hat.
Wusstest
du, dass das Speichermedium, das in der lebendigen Zelle vorkommt,
die höchste bekannte Speicherdichte repräsentiert? Rechnet man die
Informationsmenge, die im menschlichen Genom enthalten ist, in
Taschenbücher (à 160 Seiten) um, so entspricht das einer Auflage
von fast 12 000 Exemplaren.
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Fragt man gar, wie
viele solcher
Taschenbücher in dem DNS-Volumen, das einem Stecknadelkopf
entspricht, unterzubringen wären, so kommt man auf 15 Billionen Stück.
Aufeinader gelegt ergäbe das einen Stapel, der noch 500mal höher wäre
als die Entfernung Erde–Mond, und das sind immerhin 384 000
Kilometer. Anders ausgedrückt: Würde man diese Menge der Bücher
auf alle Bewohner der Erde (6,4 Milliarden Menschen) verteilen, so
erhielte jeder 2 344 Exemplare!
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"Rufe zu mir, und ich will dir antworten und will dir große und unerreichbare Dinge kundtun, die du nicht weißt."
Altes
Testament, Jeremia 33,3 |
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In
den obigen Darlegungen haben wir nur einige wenige Details des
menschlichen Körpers näher betrachtet und haben dabei etwas von
den Schöpfungsideen Gottes kennen gelernt. Doch auch die
kompliziertesten Strukturen unseres Leibes machen noch nicht den
Menschen aus, denn sie beschreiben nicht hinreichend das Phänomen
Leben. Wir hätten – selbst wenn wir alle medizinisch
beschreibbaren Raffinessen zusammennehmen – nur die materielle
Seite des Menschen angesprochen. Der von Gott geschaffene Mensch
aber ist mehr: „Er ward eine lebendige Seele!“ Erst durch den
Odem Gottes wurde der Mensch zum lebendigen Wesen, ja zum Bilde
Gottes.
Seele
und Geist (1.Thessalonicher 5,23; Hebräer 4,12) des Menschen sind
immaterielle Anteile, deren Herkunft keine Evolutionslehre
angemessen deuten könnte. So bleibt es bei dem Ausspruch des
Psalmisten: „Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin“
(Psalm 139,13).
Wusstest
du eigentlich, was Gott vom Menschen denkt?
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„Denn ich weiß wohl,
was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken
des Friedens und nicht des Leides“ (Jeremia 29,11). „Ich habe
dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus
lauter Güte“ (Jeremia 31,3).
„Denn also hat Gott die Welt
geliebt, dass er seinen einziggeborenen Sohn gab, auf dass jeder,
der
an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3,16)
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