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Diplomatie hat innerhalb unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Regierende handeln stets im Bestreben durch diplomatische „Schachzüge“ zu
brillieren.
Nichts, was im Medienzeitalter von politischer Wichtigkeit oder Brisanz ist, wird an die Öffentlichkeit getragen,
ohne dass es zuvor auf die intellektuelle Tauglichkeit überprüft wird.
Könnte ein gewisses ausgesprochenes Wort „Explosionspotenzial“ bergen, zum ungewollten „Dauerbrenner“ werden oder absichtliches Interesse wecken und somit für „Gesprächsstoff“ sorgen? –
Ja, nur ein falsches Wort, das die Medien unbedacht der Sensationsbegierde preisgeben, könnte in unserer Zeit eine Verkettung unglücklicher Folgeerscheinungen auslösen und sich
im schlimmsten Fall sogar verheerend auswirken.
Ein wenig scheint es einem wie ein Pokerspiel – jeder geht aufs Ganze, keiner lässt sich in seine Karten schauen – da wird geblufft, gezockt – und wenn alles gut läuft „abgesahnt“. Doch das Pokerspiel wäre im Fall unserer weltweiten Operationen, Offensiven und
Scharmützel etwas zu banal zu bewerten. Mehr noch ist es eine ausnehmende Schachpartie – viele Züge nacheinander werden da im Gedankenspiel durchdacht: Wer systematisch vorgeht, alle Risiken bedenkt und die eigenen Absichten nach außen hin unter Verschluss hält, gewinnt das Spiel.
Die Wahrheit als solche, ist regelmäßig fehl am Platz. Die Wahrheit kann gefährlich sein und die Wahrheit hört man auch nicht gerne. Ja, wer kann sich überhaupt erdreisten, die Wahrheit für sich beanspruchen zu wollen? – Steht nicht allenthalben Aussage gegen Aussage? –
„Was ist Wahrheit?“ – um es mit den Worten eines einstmaligen Senators auszudrücken – namentlich Pontius Pilatus, der nachher Jesus Christus zum Kreuzestod verurteilte.
„Was ist Wahrheit?“ - Heutzutage gilt sie als relativ – jeder handelt nach den eigenen Zielvorgaben, jeder schustert an seiner eigenen Vorstellung, was wohl Recht und Unrecht ist. –
Auch Diplomaten haben nicht das Patentrezept vor sich liegen: Ihre Urteilsbefähigung basiert auf eben jenem Wertegefüge, welches sie zeit ihres Lebens für sich persönlich als „wahr“ anerkannt haben. Der Zeitgeist spielt da auf jeden Fall eine große Rolle – man orientiert sich an der Wertvorgabe des eigenen Umfeldes. Doch auch wenn man dieses oder jenes für „richtig“ hält, muss das nicht heißen, dass man dieser „Richtigkeit“ entsprechend handelt. Denn meine Handlungen entscheiden letztlich darüber, ob ich für mich persönlich Vorteile erheische oder mir – trotz besseren Rechtsempfindens – Nachteile einhandle. Da geht es um „Prestige“ - ja, um Ansehen, Ruhm und
Ehre: Ist man nun zu sehr auf eine Richtschnur festgelegt – auch wenn sie moralisch vorzuziehen wäre – wird man im Kreise der Weggefährten schnell zum Einzelkämpfer und geht schon beizeiten unter. Ist man bereits einmal „ganz oben“ angekommen, wieso sollte man da riskieren, sich durch allzu „gerechte“ Forderungen womöglich noch gegen die großen
Lobbyisten zu vergehen? Denn gerade Wirtschaftsverbände haben den größten Einfluss, was das Weltgeschehen angeht. Ob Kriegsmaschinerie, Lohndumping, Umweltproblematiken oder Menschenrechtliches – man muss Neutralität walten lassen, routiniert vorgehen und vor allen Dingen „gelassen und distanziert“ agieren. Das sind alles Wegmarken der Diplomatie und – wie gesagt – die Wahrheit ist hier nicht oberstes Gebot, denn sie wiegt ganz einfach schwer – manchmal eben zu schwer. Man müsste schon außerordentlich „selbstlos“ sein, würde man seine eigenen Interessen zurückstecken, um dem Wohlergehen anderer „zu dienen“. Ja – um auf Jesus Christus zurückzukommen – das wäre tatsächlich ein „wahrer Akt der Nächstenliebe“.
„Wir sind allerdings guter Dinge, dass wir durch diplomatische Beziehungen, berechnetes Kalkül, genau das erreichen, was für die Zwecke und Zielsetzungen unseres Staats- und Regierungsapparats von Interesse ist! Unsere Laufbahn spricht bereits für uns: Fundiertes Wissen, geschulter Blick, mediengeübtes Sprachrepertoire – ein Brise Völkerverständigung, ein Schuss repressive Machtdemonstration, ein klein wenig politisches Geplänkel – und der Stärkere möge gewinnen!“
Die Diplomatie – üblicherweise vertrauen wir ihr. Immerhin ist sie auch Repräsentantin der Demokratie. Und nur die Demokratie schafft Frieden …
Wo Wahrheit in die Bedeutungslosigkeit versinkt und wo Nächstenliebe als völlig aussichtsloses Unterfangen beurteilt wird – ja soll denn da wirklich Frieden und Verständigung Einzug halten? –
„Ist die Demokratie nicht nur Lug und Trug?“ – ein Artikel, der die Karten offen auf den Tisch legt und die Realität wahrheitsgetreu beim Namen nennt.
Der
vollständige Artikel "Ist
die Demokratie nicht nur Lug und Trug?" kann
hier
eingesehen werden oder auch direkt in der Rubrik Nachrichten & Brisantes.
Sollten sich
aufgrund der Niederschrift etwaige Fragen ergeben, sind wir zu
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